Home Projekte Wohnbau Donaufelderstraße, Wien 2005
Donaufelderstraße, Wien 2005 Drucken E-Mail

Eckdaten:
24 Wohneinheiten
Nettonutzfläche: ca. 2.300 m²
Fertigstellung: Frühjahr 2008

Das Gebäude füllt eine klassische Baulücke von ca. 35 m Länge mit 13 m Trakttiefe. Um die Qualität für die Wohnungen optimal umzusetzen, wird auf die erdgeschossige Bebauung im Hof verzichtet. Durch das trichterförmige Freihalten der Blickachsen im Foyer bildet der freiräumlich aufgewertete Innenhof bereits beim Eingang den Fokus der Anlage und damit einen fließenden Übergang zwischen Straßenraum, Innenraum und Garten. 




Die beiden Stiegenhäuser sind in voller Breite zum öffentlichen Raum verglast. Der Lift fährt nicht in einem Schacht, sondern im Luftraum. Damit wird nicht nur großzügige Belichtung gewährleistet, sondern auch eine attraktive Erschließung geschaffen. In der Eingangssituation wird auf eine möglichst freie Blickverbindung zum Garten Wert gelegt, die auch in der 2-geschossigen Verglasung zum Innenhof zum Ausdruck kommt. Die Fahrradräume sind praktischer Weise von der Straße her (als Durchgangsräume) begehbar. Die Lufträume enden nicht in bloßen Überfahrten, sondern werden mit den beiden Gaupen klar geformt und zum Abschluss gebracht: Hier wird das Volumen aufgebrochen, die Dachhaut aufgebogen und eine signifikante Silhouette geschaffen. Am Eingang - die Blickachse in den Garten begleitend - befindet sich der Gemeinschaftsraum, der aufgrund seiner Zugangssituation auch extern bespielbar ist. Er ist mit Kochnische und Nasszelle autark ausgestattet. Der Gemeinschaftsraum hat einen Ausgang in den gemeinschaftlich nutzbaren Teil des Gartens. Visuelles Herz der Anlage ist der Freiraum, auf den sich alle Räume beziehen. Hier wird ein hohes Maß an gestalterischer Qualität angesetzt, um die „soft facts“ des Gebäudes möglichst attraktiv zu artikulieren.

Auf das äußerst heterogene Erscheinungsbild dieses Teils der Donaufelderstraße wird mit einem homogenen Volumen mit deutlicher Traufenkante und klar geschnittenen Feuermauern geantwortet. Das Material (Aluminium mit horizontalem Falz) trägt zur Vereinheitlichung des Körpers bei und führt die Hülle als Dach bis zur Pergola der Gartenfassade. Dort wird das Volumen aufgelöst und in logischer Entwicklung zum Innenhof geöffnet. Hier wird das Material weicher (Putz). 

Die Gliederung an der Donaufelderstraße weist eine starke Horizontale auf, um die Ordnung möglichst zu verlängern und dem Umfeld eine ruhige und ordnende Komponente zur Verfügung zu stellen. Die Gartenseite steht ganz dem Grünraum offen.

Auftraggeber:
Neues Leben Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft
Troststraße 108
A - 1100 Wien  



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